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Tröglitzer senden Signal zur Integration

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Im Vorfeld der am 31. März 2015 in Tröglitz stattfindenden Einwohnerversammlung kamen Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Landrat Götz Ulrich sowie Elsteraue-Bürgermeister Manfred Meißner mit Vertretern verschiedener Interessengruppen der Gemeinde zusammen, um über gemeinsame Maßnahmen und Möglichkeiten zur Integration von Asylbewerbern zu sprechen.

Ministerpräsident Dr. Haseloff zeigte sich erfreut, dass die Veranstaltung mit gut 40 Teilnehmern, unter ihnen Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, Vertreter von Sport-, Angel-, Heimat- und Seniorenvereinen, Schulleiter der örtlichen Grund- und Sekundarschulen, Feuerwehrvertreter, Ortschafts-, Gemeinderats- und Kreisräte sowie Landtagsabgeordnete der Region, auf breite Resonanz stieß.

In seiner Funktion als Schirmherr des Netzwerkes für Demokratie und Toleranz machte der Ministerpräsident deutlich, dass Integration eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. Er ging dabei auch auf die Lebensbilder vieler Bürgerinnen und Bürger in unserem Land ein, die nach dem zweiten Weltkrieg in Sachsen-Anhalt eine neue Heimat fanden und vieles von dem aufgebauten, was heute vorzufinden ist. „Aus den Erfahrungen unserer älteren Generation müssen wir lernen und uns als aufnahmebereite Gesellschaft präsentieren“, so Haseloff. Zugleich versprach der Ministerpräsident, die Gemeinde und den Landkreis bei der Bewältigung dieser Herausforderung nicht im Stich zu lassen. „Wenn Sie rufen, komme ich oder der Innenminister gern. Meine Bitte an Sie, unterstützen Sie uns und gehen Sie am 31. März zur Einwohnerversammlung. Stärken Sie dem Landrat und seiner Verwaltung den Rücken. Die Gesellschaft muss zusammenstehen!“

Landrat Götz Ulrich unterstrich, dass man in Eckartsberga, Hohenmölsen, Naumburg und Weißenfels bereits viele positive Erfahrungen gemacht habe. „Dort, wo sich die Gesellschaft einbringt, klappt Integration, egal ob im Verein, der Kirche, beim Café der Begegnung oder durch Patenschaften“, so der Landrat. Weiterhin gab er den Teilnehmern einen kleinen Überblick über die Pläne des Landratsamtes zur Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber und kündigte konkrete Maßnahmen an. Den Fokus der Bemühungen legt der Landkreis in die Vermittlung von Sprachkenntnissen bei den Erwachsenen und die Betreuung und Bildung der Kinder. Engagierten Einwohnern von Tröglitz bot Landrat Ulrich an, auf die hauptamtliche Integrationskoordinatorin des Landkreises, Katrin Firmthaler-Ködel, zurückgreifen zu können, wenn es beispielsweise um den Aufbau von Kontakten geht.

Dass auch die Tröglitzer den Integrationsprozess gut meistern, war sich Hohenmölsens Bürgermeister Andy Haugk sicher. Haugk konnte berichten, dass er und seine Verwaltung sich gemeinsam mit den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat sehr zeitig und aktiv in den Prozess eingebracht haben. Sein Fazit: Kommunikation und Transparenz sind wichtig, um Fragen zu beantworten und Vorurteile auszuräumen.

In der Gesprächsrunde konnten erste Fragen beantwortet und Anregungen aufgenommen. So brachte eine Bürgerin den Vorschlag ein, einen Frage-Antwort-Katalog zu erstellen. Im Internet jederzeit abrufbereit, könnte er dazu beitragen, viele Vorurteile abzubauen. Die Schulleiter brachten gegenüber dem Landrat den Wunsch auf Unterstützung für einen Schulsozialarbeiter zum Ausdruck. In Richtung Bürgermeister der Einheitsgemeinde äußerten die Anwesenden den Wunsch, sich in den nächsten Wochen stärker mit einzubringen.

Konkrete Angebote wurden ebenfalls unterbreitet. So lud die Seniorenbeauftragte der Gemeinde zu den regelmäßigen Treffen der Frauengruppe ein. Die Superintendentin des evangelischen Kirchenkreises, Ingrid Sobottka-Wermke, und Pfarrer Matthias Keilholz warben für die Mitarbeit an einem öffentlichen Positionspapier. Der Turn- und Sportverein berichtete über ein anstehendes Willkommensturnier, welches zugleich als Signal für die Unterstützung der Familie des zurückgetretenen Ortsbürgermeisters Markus Nierth gedacht sei.

 

Fotos: Ronny Just

© Arnd Czapek CDU 2017