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Neues Konzept für den Bahnhof

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Infrastruktur im Wahlkreis - Bahnhof Zeitz

Der Zeitzer Bahnhof muss entwickelt werden. Darüber waren sich alle Beteiligten der Veranstaltung vom 20. November 2013 einig. Der CDU-Landtagsabgeordnete für Zeitz und das Zeitzer Land, Arnd Czapek, hatte einige Entscheidungsträger zu konstruktiven Gesprächen eingeladen, um Ihnen das Revitalisierungskonzept für den Zeitzer Bahnhof zu präsentieren. Neben der Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium Dr. Tamara Zieschang, dem Oberbürgermeister Dr. Volkmar Kunze und dem Geschäftsführer der Stadtwerke Andreas Huke beteiligten sich auch der Bahnhofsmanager der DB Station&Service Michael Kutz sowie Fritz Rössig und Ariane Nehring von der Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) an der Diskussion. Aber auch Zeitzer Stadträte aus verschiedenen Fraktionen und andere Vertreter der Zeitzer Bürger hatten den Weg in den Friedenssaal des Rathauses gefunden.

 

Carolin Thieme hat das Konzept zusammen mit Arnd Czapek erarbeitet, wobei der Landtagsabgeordnete die inhaltlichen Textbausteine zuarbeitete und Frau Thieme die Ideen teilweise ergänzte und für den Entwurf, die Gestaltung bis hin zum Druck, verantwortlich zeichnete. Gemeinsam stellten sie Ihre Vision den Anwesenden vor. Carolin Thieme studiert im 7. Semester an der Hochschule Burg Giebichenstein Industriedesign und hat das Thema im Rahmen des Semesterprojekts " Open Design " mitentwickelt und begleitet. Im Zentrum der Überlegungen steht das Hauptgebäude. Eingebettet in das Konzept ist auch die Vernetzung mit der touristischen Infrastruktur des Elsterradwegs, der neben Fahrradtouristen auch für Wasserwanderer interessant sein kann und an die Schnittstelle Bahnhof angeschlossen werden muss. Aber auch ein Wochenmarkt mit regionalen, saisonalen Produkten sowie ein umfangreiches gastronomisches Angebot sind zwingend eingeplant.

Arnd Czapek (m.) im Gespräch mit Martin Exler (li.) und Carolin Thieme (re.) (Foto: Schneider)

Die anschließenden Diskussionen waren sehr lebendig und fruchtbar. Dr. Zieschang dankte Frau Thieme und Herrn Czapek und lobte zugleich die umfangreiche sowie klare Präsentation. Sie verwies darauf, dass vor allem das Kerngebäude belebt werden müsse. Wäre das geschafft, könne man mit einer Initialzündung für die gesamte Stadt Zeitz rechnen. Die Aufenthaltsqualität des Bahnhofes muss unbedingt verbessert werden. Hier erkennt sie sie viele gute Ansätze, die es nun gilt, alsbald umzusetzen. Es muss zwingend ein Ergebnis dieses Termins geben, so die Staatssekretärin. Ein Ergebnis sei z. B. der Bau der Toiletten und das Beauftragen einer Machbarkeitsstudie. Dieses Ansinnen kurzfristig umzusetzen forderte auch Herr Rössig von der NASA und verwies darauf, dass die Fördermittel dafür bereits vorgesehen sind. Nun muss schnellstmöglich, noch in diesem Jahr, die Antragstellung erfolgen. Oberbürgermeister Dr. Kunze stimmte dem Vorhaben zu und versprach, dass auch die Stadt sich weiter intensiv um einen Ankermieter bemühen werde. Die Idee der Verlängerung des bestehenden Tunnels hin zu Schaedestraße fand nicht nur bei den Anwesenden, sondern auch bei Dr. Kunze, sehr großen Anklang.

 

Dringend verbessern müsse man auch die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Das sei zwar durch den Busbahnhof grundsätzlich gegeben, aber die Taktung auf Ankunft und Abfahrt der Züge muss noch nachjustiert werden. Der öffentliche Personennahverkehr und damit die PVG Burgenlandkreis, vertreten durch den Geschäftsführer Erich Engel, muss sich dazu dringend mit der Bahn in Verbindung setzen, um die Fahrpläne noch besser aufeinander abzustimmen.

Die Anregung des Rückbaus der ungenutzten Gleise und die optische Öffnung des Tunnels nach deren Rückbau, durch z.B. Lichtbänder fand bei allen Teilnehmern sehr großen Anklang. Damit würde eine optimale Aufhellung, durch den Einfall von Tageslicht, erreicht. Das kann natürlich dazu führen, dass subjektive Wohlbefinden der Reisenden zu steigern sowie den Tunnel attraktiver zu gestalten.

 

Michael Kutz lobte das erarbeitete Konzept und bedankt sich für bei den beiden Akteuren für den großen geleisteten Arbeitsaufwand. Er betonte, dass dieses Konzept eine sehr gute Grundlage ist, aber zunächst nur an der Oberfläche kratzen könne, da nun zwingend die Machbarkeitsstudie folgen müsse. Schnellstmöglich müsse nun der Betreibervertrag für die Toiletten auf dem Bahnhof durch den Oberbürgermeister der Stadt Zeitz und den Verantwortlichen der Deutschen Bahn unterschrieben werden. Dann kann die DB noch in diesem Jahr die Bauleistungen beauftragen, und im ersten Quartal des neuen Jahres werden die neu gestalteten Räumlichkeiten der schon seit langem fehlenden Nutzung übergeben. Damit würde für die Reisenden die Qualität sprunghaft steigen.

 

Der Bahnhof muss aber auch an die Stadt besser angeschlossen werden und wirklich die Stadtteile der Ober- und Unterstadt miteinander verbinden, so Herr Rössig. Hier kann man das Schnittstellenprogramm des Landes unterstützend nutzen, um diesbezügliche Konzepte zu verwirklichen.

 

Zusammenfassend stellte Arnd Czapek fest, dass dieses Konzept hier richtig positioniert war. Es gibt einen Anstoß und viele Ideen zur Weiterentwicklung des Bahnhofs. Nun müssen die getroffenen Abstimmungen zwischen der Stadt, der Bahn, dem Land, der NASA und dem Bund weiter eingehalten und ratifiziert werden. Am Ende sollen kluge Lösungen untereinander gefunden und gemeinsam abgestimmt werden, um das Projekt zum Erfolg zu führen.

 


 

Konzept als Textversion (Stand 19.11.2013)

aus: MZ vom 21.11.2013, S. 9.

aus: Michaelbote vom 14. Dezember 2013, S. 16.

 

© Arnd Czapek CDU 2017